Montag, 12. September 2011

Wieder zurück in Deutschland

Hallo ihr Lieben!

Eben ist mir aufgefallen, dass ich genau heute vor einem Monat los geflogen bin. (okay, da wir mitlerweile schon nach 12 haben, bin ich heute vor einem Monat angekommen)... echt seltsam. Wenn ich an meine Zeit in Südafrika denke (und es gab bis jetzt glaub ich keinen Tag, an dem ich es nicht getan habe) kommt es mir schon länger als einen Monat vor, dass ich im Durbanville Childrenshome gearbeitet und gelebt habe. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich schon wieder einen ganzen Monat hier bin, dass erscheint mir dann auch ziemlich unwahrscheinlich. Auf jeden Fall wurde ich am Flughafen sehr nett empfangen und hab mich dann auch total gefreut, als noch 2 gute Freundinnen vorbei gekommen sind und wir alle ein grosses Frühstück zusammen hatten. Mit Schwarzbrot! Ich weiss noch, dass ich sehr sehr froh war, dass meine zwei besten Freunde öfter bei mir bzw ich bei ihnen übernachtet haben. Es kommt mir nämlich so ungewohnt still und leer vor, abneds allein zu sein. Naja, Zuhause war ich von den 4 Wochen auch nur etwas mehr als eine. Nach 12 Tagen Zuhause bin ich nämlich für 5 Tage nach Paris gefahren um dort andere Südafrikafreiwillige zu treffen (2 Belgier, 3 Französinnen eine Österreicherin + Schwester und Svenja und ich aus Deutschland) Das war auch echt nett und mein erstes Mal Frankreich. Ein oder Zwei Tage später bin ich dann mit Lisa zu meiner Oma nach Schwaben gefahren und es war auch echt nett, einen Grossteil meiner Verwandtschaft wieder zu sehen =) Ausserdem haben Lisa und ich eine sehr anstrengende aber sehr schöne Radtour zum Bodensee und zurück gemacht.
Kurz nach dem Schwabenurlaub bin ich dann zu meinem Rückkehrerseminar von meiner Organisation (dem ICJA) in die Nähe von Erfurt gefahren. Dort war ich bis gestern und habe fleissig reflektiert. Leider waren wir nur 2 ´Südafrikaner´und haben nicht länderspezifisch gearbeitet. Trotzdem konnte ich einige gute Anregungen mitnehmen. Zum Beispiel haben wir viel über Migranten und Asyl in Deutschland und Entwicklungshilfe geredet und auch unseren Freiwilligendienst selbst kritisch beleuchtet. Wen diese wichtige Themen interessieren, gutes Filmaterial zu diesen Themen ist einmal http://globale-in-halle.de/leheim und
http://www.youtube.com/watch?v=1LQQ0be8q7w&feature=grec_index

... Auf jeden Fall bin ich gestern von diesem Seminar zurück gekehrt und morgen werd ich schon wieder verreisen. Diesesmal aber nur für 3 Tage und zwar werde ich mich in Belgien wieder mit ´Südafrikafreunden´treffen. Diesesmal ist es noch etwas ausgeweiteter, es ist noch eine andere Österreicherin (Valerie) dabei und statt Sevnaj sind diesesmal Marie, Manu und Tanja dabei, drei super nette Deutsche. Ich weiss auch selber, dass ich mal Zeit Zuhause verbringen sollte um erstmal richtig anzukommen, aber das werde ich bald auch machen. Ab dem 26. fängt ja sowieso schon mein Studium an. Deswegen bin ich auch schon ziemlich aufgeregt... Aber ich glaube, dass ich durch das Auslandsjahr trotzdem gelassener geworden bin. Deswegen sag ich mir, ich fang es mal an und freu mich auch schon drauf, falls ich aber merke, dass es doch nicht ´das Wahre ´ist, kann ich immer noch mit etwas Neuem anfangen...

Eben habe ich meinen Abschlussbericht beendet. Den kann ich gerne herum schicken. Falls ich irgendwen vergesse und ihr den 3Seitigen Bericht gerne lesen wollt, schickt mir bitte eine Mail an: sarah-amayi@web.de (Achtung, der Bericht ist in (einem einfachen) Englisch)

Mitlerweile bin ich auch schon wieder ans Deutsch sprechen gewöhnt aber am Anfang fand ich seltsam und auch fast nervig, dass jeeeeder hier nur die selbe Sprache spricht. Vor allem mit Kindern will ich manchmal versehnetlich noch Englisch sprechen. Immerhin habe ich ein paar Facebook- und Emailkontakte aus Südafrika, die meine Xhosa- und Afrikaanskenntnisse auf Trab halten. =) Ausserdem habe ich letztens auf dem Weg per Mitfahrgelegenheit zu meiner Freundin Manu im Auto einen Namibianer getroffen. Dass heisst, ich konnte mich auf Afrikaans mit ihm unterhalten. Meine Motivation, Sprachen zu lernen ist echt etwas, das ich meiner Zeit in Südafrika zu verdanken hab. Aber natürlich noch viel viel viel viel viel viel mehr! Zum Beispiel habe ich gesehen, wie ganz viele unterschiedlichen Menschen in einem Land zusammen leben und inwiefern die Folgen der Apartheid noch immer deutlich zu spüren sind. Ausserdem habe ich einfach viele Freunde gefunden, sowohl in Europa als auch in Afrika. Und durch meine Arbeit im Kinderheim habe ich garantiert gelernt, geduldiger, authoritäter, selbstbewusster, feinfühliger und selbstständiger zu sein. Ausserdem ist es mir viel wichtiger, meine Zeit sinvoll zu nutzen und ich möchte nicht mehr lange ausschlafen, so wie es vor dem Auslandsjahr ab und zu war. Und ich habe gelernt, Maisbrei cooksisters(furchtbar süss und fettig) zu kochen. Und ich habe einen Motorradführerschein, den ich aber noch nicht habe. Und noch noch viel mehr. Viele Dinge kann ich auch einfach nicht in Worte fassen oder ich kann mir vorstellen, dass ich einige Dinge auch erst nach und nach merke. Lest einfach meinen Abschlussbericht, ausserdem habe ich vor, euch, meine Spender und Freunde irgendwann in nächster Zeit einzuladen und Fotos zu zeigen und zu erzählen. Also, ihr werdet wieder von mir hören!

Bis dahin, Hambani kakuhle - Go well und einfach nur ein großes Danke an alle, die mir dieses Jahr ermöglicht haben! Ich würde es jeder Zeit wieder tun!

Freitag, 5. August 2011

Mein vermutlich letzter Eintrag... Oh Gott ich komme wirklich nach Hause!

Soso also heute ist schon der 5. August. Und am 12 flieg ich, am 13 lande ich morgens in Frankfurt. Das ist doch sooooooo komisch!!!

Erst mal fuer mich richtig coole news:
ICH HABE EINEN MOTORRADFUEHRERSCHEIN !!!
Boah ich bin sooo froh, dass das geklappt hat! Ich hatte naemlich richtig Angst vor der Pruefung und es war um ehrlich zu sein schon der 2te Anlauf und halt echt kurz vor knapp. Ich habe bis auf meinem lieben Patenonkel, der mir den Fuehrrerschein zum Geburtstag geschenkt hat, niemanden in Deutschland von diesem Vorhaben erzaehlt. Aber jetzt wisst ihr es! gut oder? Weil ich ueber ein halbes Jahr in Suedafrika bin bzw war, kann ich den Fuehrerscehin in Deutschalnd irgendwie umschreiben lassen. Was ich echt krass finde, ist, dass man in Suedafrika nach der Theoriepruefung ohne auch nur eine Fahrstunde, auf der Strasse fahren darf... Was ich eigentlich nicht richtig finde (ich erinner nur an meinen Autounfall), kam mir bei meinem Fuehrerschein jetzt natuerlich zu guste. Sowohl meine wenigen Fahrstunden, als auch die Pruefung heut Vormittag fanden nur auf einem Pruefungsplatz statt.
Da faellt mir noch etwas zum Thema Sicherheit und Fahrzeuge in Suedafrika ein. Vor ca einem Monat hatten wir Freiwillige zum ersten mal ein kurzes gemeinsames meeting u a mit dem Director vom Childrenshome. Als er ueber das Thema 'Benutzen der Kinderheimautos" geredet hat, habe ich mich dann getraut und ihm gesagt, dass ich es falsch finde, dass die Kinder es nicht bei gebracht bekommen, sich anzuschanllen. Da niemand der Childcareworker oder anderen Angestellten, die ab und zu fuers Childrenshome fahren, sich selbst oder die Kinder anschnallt, wollen diese das auch oft bei mir nciht machen und das ist mir zu gefaehrlcih. Leider ist es garnichts typisch (sued)afrikansiches, einen Anschnallgurt zu benutzen. Von daher kam von dem Director auch nur in etwa so eine Antwort " Yeah, good that you say it. I think only the Children who are sitting in front have to use theirs seatbelts. So not the ones under 11. But I have to read it again" Diese Antwort fand ich echt nciht befriedigend und habe versucht, nur mit angeschnallten Kindern zu fahren. Das hat dann mal mehr, mal weniger gut geklappt...
Mitlerweile bin ich auch garkeine Driverin mehr. In meinen letzten Wochen habe ich noch ein paar Happy feet (bei den Grundschuljungs) und ein paar normale Dayshifts gearbeitet. Am Dienstag habe ich meine letzte Dayshift. Das ist soooo ein komisches Gefuehl!!!
Aber, auch wenn ich etwas Angst vor der neuen Situation Zuhause hab - freue ich mich nach wie vor total darauf, euch wieder zu sehen!!!

Eigentlich wollte ich noch von der Beerdigung, vom Volunteerueberraschungsessen und von unserem Volunteerueberraschungskonzert schreiben, aber dafuer habe ich leider keine Zeit mehr. Jetzt gleich haben wir alten Volunteere naemlich eine Probe, da wir am Montag ein kleines 'goodbyeundthankyoukonzert' geben werden.
Also, am Sontag werde ich wahrscheinlcih so ab 5 oder 6, spaetestens 7 in Skype online sein. Entweder hoeren wir uns dann oder wir sehen uns ab naechster Woche in Deutschland! Haeh, wie seltsam hoert sich dass denn an?! Ich bin schon jetzt richtig hibbelig, freudig und traurig!

Also bis ganz ganz ganz bald! Eure Sarah aus Suedafrika.

Montag, 1. August 2011

Die Zeit rennt!

Hey Ihr Lieben!

Wisst ihr was? Svenja und ich haben nur noch 11 Tage hier! Das sind weniger als 2 Wochen! Nachdem ich von Mosambik zurueck gekommen bin, hatte ich wirklich so ein Gefuehl, dass es jetzt auch Zeit ist, nach Hause zu kommen, euch alle Wiederzusehen, mich wieder einleben und an mein anderes Leben gewoehnen. Ich mein, ich komme ja auch nicht komplett in mein altes Leben zurueck, sondern es gibt schon einige Veraenderungen. Sehr sehr wahrscehinlich werde ich ja soziale arbeit an der Katho Koeln studieren. Und auch sonst wird glaub ich vieles anders sein. Ich bin mir auch sicher, dass ich mich veraendert habe, aber es ist irgendwie komisch, das in Worte zu fassen. Was ich aber sagebn kann, ist, dass ich zB scharf gerne mag! Mama du denkst betsimmt da stimmt etwas nciht. Aber in Mosambik wollte cih sogar unsere scharfe Periperisauce zum Fruehstueck essen, weil es mir so gut schmeckt. Ich glaube, ich koennte sogar schon Andi und Max toppen. ;-) Dass ich wieder zu einer real Vegetariarin geworden bin habe ich bestimmt schon erzaehlt oder? So, dass war es zu meinen Veraenderungen ;-) Nein, Spass.

Was kann ich noch erzaehlen? Eu fallas um pouco portugies the last time, because after Svea left two girls from mozambique came into my room. Dass ich grad in Ennglisch anstatt in Deutsch gewecshelt bin, war garkeine Absicht. Aber ich lass es so stehen, damit ihr euch dran gewoehnt, dass ich ab und zu in anderen Sprachen sprechen werde. Ich habe mir sowieso vorgenommen, Sprachen zu lernen, wenn ich nach Hause komme. Auf jeden Fall moechte ich mein franzoesisch wieder auffrischen und mein portugiesisch verbessern.

Da ich mal wieder zu wneig Internetzeit habe, kommt bald ein anderer Eintrag, zB ueber die Beerdigung, auf der ich am Samstag war. Und bIlder von Mosambik.

Ich freue mich auf eeeeeeeeeeeeuuuch! Es ist schon fast so, als haette mich eine Sehnsucht nach Zuhause ergriffen. Und ich bin zur Zeit sehr sensibel ;-) naja, ein anderer Eintrag folgt bald. Hab euch lieb!

Sonntag, 17. Juli 2011

Mozambique

Hallo ihr Lieben!

Wie geht es euch? Ich bin nur noch weniger als einen Monat in Suedafrika! Das ist sooo komisch, aber gelichzeitig auch okay! Bei den Kindern faengt morgen wieder die Schule an. Es waren wieder viele waehrend der Ferien bei Verwandten oder Pflegeeltern. Jetzt wird es langsam wieder voll und laut. Heut morgen bin ich endlich wieder in der Frueh von schreienden Kindern aufgeweckt worden... Echt seltsam, aber ich werde garantiert ab udn zu schreiende Kinder vermissen. Schreiende Childacareworker eher weniger.

Aaaaalso. Bevor meine drei Maedels udn ich nach Mosambik gefahren sind, haben wir einen Stop in Johannesburg gemacht. Dort haben wir eine Nacht geschlafen und uns einen Tag die Innenstadt angeguckt. Das war zumindest unser Plan. Der wirre Verkehr hat uns schon etwas zu schaffen gemacht. Und wir hatten nicht nur Angst um uns, sondern auch um unseren 'Spacepanda', wie wir unseren kleinen Chevrolet Spark nannten. Der war naemlich zwischen den ganzen Minibustaxen und anderen Autos so in etwa der einzige unverbeulte Wagen. Zunaechst sins wir zum 'soccerCity' gefahren. So heisst das Stadion, in dem viele WMspiele statt fanden. Leider konnten wir uns es nicht von drinnen angucken, man haette sich dafuer zu einer Fuehrung anmelden muessen. Danach wollten wir eigentlich Hilario, einen alten mosambikaniscehn Volunteer besuchen, der zurzeit in Joburg arbeitet und bei seinem Onkel wohnt. Aus Zeit- und verkehrsbedingten Stress haben wir uns dann aber doch dagegen entschieden und sind nach Johannesburg ins Center gefahren. Waehrend wir am morgen noch Spaesse gemacht haben 'Wer findet den ersten Weissen', fand es ich spaeter schon etwas seltsam, dass ausser uns nur Schwarze in den Autos udn auf der Strasse zu sehen waren. Wir hatten uns vorgenommen, unser Auto etwas ausserhalb bei securitymenschen zu parken und dann zu Fuss in die Innensadt zu gehen. Diesen Plan wurde uns zu unheimlich, als wir an einer Ampel halten mussten (ueberall waren tausend Autos, Minibusse, Menschen)und ploetzlich ein Mann an Manus Fenster kam. Dieses hattet wir einen kleinen Spalt aufgelassen, da es richtig warm war. Unsere Tueren waren natuerlich verschlossen. Auf jeden Fall war ich verwirrt, als die Laune des Mannes schlagartig umschlug und aus seinem 'Hello, my name is... how are you?" ein 'Give me the fucking phone!' wurde. Mitlerweile war ein zweiter Mann an Svenjas Fenster gekommen. Abwechselt bekamen wir dann ein 'give me the fucking phone' und ein 'I shoot now" zu hoeren und wussten echt nicht, was wir machen sollten. Die Finger der Maenner passten so grade durch die Fensterspalte durch. Als der eine Mann dann einen Countdown angefangen hat, hat uns die gruen werdene Ampel zum Glueck erloest und Manu hat aufs Gas gedrueckt. Als wir dann aus dem groebsten Verkehr raus waren, mussten wir uns erstmal beruhigen und es hat noch bis zum naecshetn Tag gedauert, bis wir ueber die Fettspuren der Maennerfinger an unseren vorderen Fensterscheiben lachen konnten. Wir haben uns dann dagegen entschieden, die Innenstadt zu Fuss zu erkunden und sind dann ziemlich bald in unseren Backpacker, so werden die guenstigen Unterkuenfte in suedafrika genannt, gefharen. Nachdem wir eine 30centsuppe und braunes Brot gegessen hatten und dabei am Kamin sassen, ging es uns viel besser. Auch wenn wir uns sehr ueber einen jugendlichen Hollaender gewundert haben, weil er uns heimlich nachts fotografiert hat, sind wir gut gelaunt am naechsten morgen weiter nach Pretoria gefahren. Dort haben wir uns das Parlament und ein paar andere Gebauede angeguckt. Unser Visum haben wir erst an der Grenze bekommen. Zum Glueck hatte ich einen portugiesischen Sprachfuehrer dabei, den mir Leo geschenkt hatte, denn die Visafrau, neben derem Namensschild 'international' stand, konnte kein Englisch. Als wir unser Visum und Stempel hatten, waren wir echt froh, weiter fahren zu koennen. Wir wurden naemlich von tausenden Maennern angesprochen, die uns helfen wollten, unsere visa schneller zu bekommen und dafuer offentsichtlich Geld wollten. Direkt nach der Grenze sind uns ein paar Ziegen ueber die Strasse gelaufen. Von der Provinz Maputo bis in die Innenstadt Maputo mussten wir dann nochmal ca 2 oder 3 Stunden fahren und haben unseren Backpacker erst in der Dunkelheit erreicht. Dort habe ich versehentlich das Handygeld des Rezeptionisten leer gemacht, weil es im Gegensatz zu Suedafrika so gut wie keine public phones (telefonzellen) gibt. Nachdem ich mit leo telefoniert habe, ist sie auch direkt mit ihremn Vater und Bruder in ihrem Bakkie vorbei gekommen. Ein Bakkie ist ein pick up, ich weiss auch nicht, warum dass hier nur Bakkie heisst. Es war total schoen, sie wieder zu sehen! Leider hatte Leo die ersten paar Tage viel zu tun; sie arbeitet naemlich in einem Projekt gegen HIV und Tuberkulose mit. Also haben wir vier beschlossen, die naecsghethn zwei tage etwas hoeher in den Norden zu fahren. So waren wir zwei anderthalb Tage in Xeixei, einer schoenen Stadt am Meer. Wir haben wieder viele freudnliche Menschen getroffen und alle haben usn empfohlen, noch hoeher zu fahren. Aber da ich auch nach Mosambik gekommen bin, um Zeit mit leo zu verbringen, die ja in Maputo City lebt, sind wir bald zurueck gefahren. Auf beiden Strassenseiten waren immer weider kleine Staende, an denen man geroestete Cashews, Massalas, Maracujas, Mais, Weissbrot, Bananen und viel anderes Obst und Gemuese kaufen konnte. Vieles hatten wir noch nie vorher gesehen und es hat total Spass gemacht, so viel Obst zu probieren. Zum Beispiel haben wir einmal eine Frucht gekauft, die schon sehr alt aussah und etwas nach Pipi gerochen hat. Der Name ist mir grade wieder entfallen. Dieser leicht sauerliche Geschmack mit der seltsamen koernigen Konsistenz war echt gut! Ein andees mal ahben wir geroestete Maiskolben und gekochte Erdnuesse gekauft, das war auch lecker. Aber gegen die geroesteten Cashewnuesse kam bei mir nichts an ;-)
Zurueck in Maputo hatten wir dann einen schoenen Maputoerkundungstag, an dem wir auch zu fuenft mit einem 'Tuctuc', so eine Art Rikscha umhergefahren wurden. Diese kleinen dreiraedrigen Fahrzeuge mit Motor sind eigentlich nur fuer zwei Gaeste vorgesehen. Aber mit unserem Charm und um ehrlich zu sein glaub ich auch mit 'Weissseinbonus' durften wir dann alle mit. Als wir es dann aus einem Strassenloch nicht mehr herausgeschafft hatten, mussten drei von uns schnell herausspringen. Der eigentlich beste Tag war unser Inseltag mit abschliessendem Besuch in Leos Familie. Wir sind mit einer Faehre fuer weniger als 4 Euro ziemlich nah an die Insel 'Inhaka'
gefahren und mussten dann in kleine Fischerboote umsteigen, da der Wasserstand ziemlich niedrig war. Ich bin echt froh, dass ich mich nicht uebergeben musste, obwohl wir so gut wie keinen Seegang hatten, war mir schlecht. Die Insel kam uns vor, wie ein Paradies. Erst haben wir uns zur staerkung ein paar Maisgebaecke und ein seltsames selbstgebrautes Erfrischungsgetraenk gekauft, dessen Namen wir uns leider nicht merken konnten und dann sind wir am Strand entlang gelaufen. Als wir am nachmittag zurueck gefahren sind, hatten wir nur wenig zeit, bevor wir uns mit Leo auf einem Hotelparkplatz getroffen haben, von dem aus wir von ihrem Vater, ihrem Cousin und ihr abgeholt wurden. Unser Auto haette die Sandstrasse wahrscheinlich nicht gut passieren koennen. Obwohl wir im Dunkeln ankamen, liefen noch viele menscehn auf der Strasse herum. Auch bei Leos Zuhause war mehr los, als wir erwartet hatten und so habe ich ein schlechtes Gewissen bekommen, da wir viel zu wenig Getraenke mitgebracht hatten. Wir wurden direkt total nett umsorgt und sollten uns erstmal hinsetzten. Es schein so, als waer Leos ganze Familie nur wegen uns gekommen. Von ihren zwei Cousins bekamen wir eine kleine Rundfuehrung draussen. Naja was heisst Rundfuehrung, wir sind in das eine der zwei Steingebaude gegangen und haben den selbsgebrauten Mango-orangen-schnaps probiert. Danach hat Leo uns in ihrem kleinen Haus herumgefuehrt. Sie hat ihr eigenes Zimmer, das ist jedoch eher klein und mir ist aufgefallen, dass bis auf das Wohnzimmer die Waende nicht gestrichen sind, sondern nur betongrau sind. ich habe mich total gefreut, dass Leo mein Abschiedsgeschenk an sie aufgehangen hat. Ein Fotoplakat von small anna, leo und mir. Die beiden waren ja meine ersten Zimmerpartner. Dieses war neben ein paar Taschen auch der einzige Wandschmuck. Im Flur waren mehrere Saecke mit Erdnuessen aufgestapelt. Die Kueche habe ich mir leider nicht genau angeguckt. Ich weiss nur, dass sie Draussen eine Feuerstelle haben, an der sie das Wasser zum Waschen erwaermen. Als ich nach den Toiletten gefragt habe, wollte Leo uns diese 'maybe later' zeigen und das haben wir dann doch nciht gemacht. Sie hatten auf jeden Fall keine Toilette direkt am Haus. (Ich denke mir, dass es mit den Toiletten so ist, wie ich es aus dem Township Klipheuvel kenne: An einer Stelle stehen mehrere Toiletten, die sich alle teilen. Man spuelt mit Wasser nach, dass man mit einem kleinen Gefaess aus einem Wassercontainer neben den Tioletten schoepft.)
Nach der Rundfuehrung gab es einen Sektanstoss und Domingos, der auch Volunteer bei usn war und wie Leo und Hilario in maputo lebt, ist auf die Idee gekommen, dass manu ja beten kann. Leos Vater meinte, dass sie das ruhig auf deutsch machen darf. Also wurde erst auf deutsch und dann auf einer mosambikanischen Sprache (nicht portugiessisch) gebetet. Dann haben leo und ihre beste Freundin uns Capulans, trditionelle Tuecher, die man als Rock umbindet, gebracht und uns geholfen, uns damit anzukleiden und wir haben viele Fotos gemacht. Danach durften wir uns von dem zahlreichen Essen nehmen, wir Gaeste haben zuerst bekommen. Zu Beginn gab es eine Kohlsuppe und danach vor allem viel Gemuese, Kartoffeln, aber auch gekochte Haehnchenfuesse. Nach dem Essen ging die Fotosession mit der ganzen Familie im Wohnzimmer weiter. Danach haben wir noch viel getanzt. Und um 12 oder so Kaffee und Tee getrunken und dazu selbstgebackenes Brot und Kuchen gegessen. Mit Leos aelterem Bruder konnte ich soagr etwas Xhosa sprechen, da er eine aehnliche Sprache sprechen kann. Aber mein portugiesich hatt er noch besser verstanden. (Ich war froh, dass er mich doch nicht ganz komsich fand: Am ersten Abend, als Leo mit ihrem Vater und Bruder zu unserem Backpacker gefahren ist, hatte ich mein Salatkuemchen in der Hand. Mit gekauften Essig- und oeldressing. Also habe ich den Dreien etwas angeboten und der Bruder, ich glaube, er dachte, es sei eine Suppe, hat den Loeffel nur in die Salatsosse getunkt. Und anschliessend sein Gesicht zimelich verzogen. Ich musste dann ziemlich lachen aber er wirkte etwas verwirrt.)

Es war einfach ein so schoener Abend! Es war fuer uns eine Ehre, dass wir da sein durften und fuer sie war es eine Ehre, das wir gekommen sind. Am nachsten Tag hat sich Leo ganz viele Fotos in einem Fotoladen in Maputo ausgedruckt. Achja, auf der Rueckfahrt, wir hatten gerade Domingos nach Hause gebracht (er wohnt auch in so einer Sansstrasse)wurden wir von einem Polizisten angehalten, der unsere autopapiere sehen wollte. Leider hatten wir einsw davon in unserem backpacker vergessen und das fand er ziemlcih gut. Er meinte die ganze Zeit, dass wir ladies uns jetzt etwas einfallen lassen muessen und uns war klar, dass er Geld haben wollte. Er meinte, dass wir eigentlich mit ihm zur Polizeisation mussten und dort 200 metical (ca 50 euro) zahekn muessten. Eigentlich. Stattdessen wollte er dann, dass nur einer von uns aussteigt. Das fanden wir etwas gruselig, also sind manu und ich zusammen raus gegangen. Dort haben wir dann auf 100 Meticall runter gehandelt und waren froh, als wir wieder im backpacker waren.
Allgemein muss ich aber sagen, dass ich mich in Mosambik nie wirklich unsicher gefuehlt habe, sondern mich, obwohl ich aufgefallen bin, super wohl gefuehlt habe. Einmal sind wir mit leo zu einer Freundin gegangen, um ihr unser Mitgefuehl zu zeigen, weil sie ihr Kind verloren hatte. Da wir noch Leos Freundin abgeholt hatten, aber nicht zu siebt fahren wollten, sind Leo und ich zu Fuss zu dem Haus der Freundin gelaufen. Hand in Hand. Es war irgendwie ein gutes Gefuehl, dass wir beide da zusammen entlang gelaufen sind, mit unseren aufffaellig unterschiedlichen Hautfarben. Leo konnte dann auch mal miterleben, wie beobachten wir uns staendig gefuehlt haben und ich waer diese kleine Strasse ohne sie nie entlang gelaufen. Vor dem kleinen Haus der Freundin haben wir uns wieder eine Capulana umgewickelt und dieses mal habe ich auf deutsch fuer die Freundin und ihr Kind gebetet. Es war ein seltsames Gefuehl, laut vor anderen fuer eine Person zu beten.

Okay, das wars erstmal zu Mosambik. Ich muss schnell zurueck zum Childrenshome, die letzten Tage mit Svea ausnutzen, sie geht naemlcih am Mitwoch...

Bis ganz ganz bald! Achja, Nora, Omi und Oma, Danke fuer eure Briefe, ich freu mich immer sehr! Antworten sind in Arbeit! =)=)

Montag, 11. Juli 2011

Ich kanns kaum glauben, wieder 'Zuhause', in Suedafrika zu sein... Und in einem Monat schon Zuhause Zuhause! Das ist fuer mich echt ein total unreales Gefuehl! Erst gestern bin ich aus Mosambik zurueck gekommen und heute habe ich schon wieder im Childrenshome gearbeitet. Heute bin ich schon wieder mit Kindern um die Wette gelaufen und habe 'on and one' (Fangen) gespielt. Ihr wollt bestimmt ganz viel von meinem Mosambikurlaub hoeren aber bevor ich eine blogeintrag mache, muss ich erst einmal meine Gedanken dazu sortieren. Ich kann nur mal soviel erzaehlen, dass wir so gut wie alles erlebt haben
-wir wurden bedroht (das war allerdinsg nicht in Mosambik sondern in Johannesburg)
-wir haben Pipifruechte und andere Dinge gegessen, die wir noch nie vorher gesehen haben
-wir waren das Highlight an einem Abend in Leos Familie und wissen jetzt, wie man sich traditionell anzieht
-wir haben fuer eine Frau gebetet, die ihr Kind verloren hat
-wir haben komische Nebenwirkungen von den Malariatabletten
-wir sind 4863 km gefahren und haben trotz schlechter Strassen keinen Platten bekommen
-wir sind mal endlich auf einem Bakkie hinten drauf gefahren (das muss man wirklich gemacht haben, wenn man in Afrika war)
-Svea ist in ein Strassenloch gefallen
-wir waren auf einer wunderschoenen Insel
-ich habe waehrend der 25 stuendigen rueckfahrt mindestens 4 mal gekotzt
-wir wurden von einem Polizisten erpresst und haben Schmiergeld bezahlt
-wir wurden nachts von einem seltsamen Mann fotografiert
-achja und jetzt bin ich voellig Pleite ;-)

Es war eine einfach sooo wunderschoene Erfahrung! Freut euch auf einen ausfuehrlicheren Eintrag, der naechste Woche kommt. Ich hab euch lieb!!!

Donnerstag, 30. Juni 2011

Juhuu wir fahren nach Mosambiiiiique!

HalliHallooo =)=)

Wisst ihr was? Morgen geht es schon ab, Richtung Mosambik! Alles ist sehr spontan und wird von daher sehr lustig werden, glaube ich. Oder chaotisch. Aber ihr muesst euch keine Sorgen machen, um die wichtigsten Dinge haben wir (Manu, Svenja, Svea und ich) uns schon gekuemmert: Seit vorgestern haben wir ein Auto gemietet und seit heute haben wir Malariaphrophylaxe. Aussersdem wissen wir schon, wo wir sehr wahrscheinlich die zweite Nacht schalfen koennen. Die erste nacht werden wir vermutlich in Durban oder Johannesburg, also noch in Suedafrika verbringen. Am meisten freue ich mich darauf, Leovigilda, eine alte mosambikanische Volunteerin wieder zu treffen, zu sehen, wie sie wohnt und lebt und ihre Familie kennen zu lernen. Ob wir einen der zwei anderen mosambikanischen Volunteere treffen, ist noch unklar, da der Kontakt leider sehr duenn geworden ist. Wir werden am 10 Juli abends zurueck kommen. Vielleicht kaufe ich mir eine mosambikanische Simkarte. Aber irgendwie und irgendwann werd ich mcih schon mal, zumindest bei meinen Eltern melden.
Ansonsten gehts mir gut, ich kann es kaum glauben, dass ich nur noch ca sechs Wochen hier bin. Ich glaube, ich muss nur noch 13 mal arbeiten! Eine Woche nur Fahren und die anderen Wochen day- und nightshift gemixt. Es ist echt ein seltsames Gefuehl, dass ich schon so bald wieder in Deutschland sein werde. Hier gehen auch immer mehr meiner Freunde zurueck in ihre Heimatsorte... Erst heute morgen musste ich Pierre, einen verrueckten und total lieben Belgier zum Flughafen bringen... Solche Momente zeigen mir, dass es fuer mich langsam auch Zeit wird, zu gehen. Also ich bin traurig, freue mcih aber auch total!!! Auch darauf, keine Ringwurmer etc mehr zu haben. Obwohl mein vierter, unter meiner Schulter noch garnicht ganz weg ist, bildet sich gerade ein neuer an meinem Arm.Ringworm der 5te ist im Anmarsch! das ist echt fies! Dafuer haben wir die Laeuse endlcih hinter uns. Auch, wenn ich selbst keine auf dem Kopf hatte, haben sie mcih betroffen, da ich in stundenlanges Nissensuchen auf Manus und curly Annas Kopf beschaeftigt war.

Aaaaalso... Spaetestens nach dem 10. werdet ihr wieder etwas von mir hoeren! Ich freue mich auf euch und werde euch sehr bald sehen! Ist das nicht irgendwie verrueckt? :-) Liebste Gruesse=)

Dienstag, 21. Juni 2011

Laeuesealarm...

Heey Ihr Lieben!
Da ich ich jetzt gelich schon zum Childrenshome zurueck muss nur kurz Neuigkeiten:

nicht soo toll:
In der letzten Woche habe ich gemeinsam mit Svenja und Curly Anna viele Abende dabei verbracht, nach Laeuseeiern in Manus Haaren zu suchen und diese zu entfernen. Und leider scheint das ein Endlosspiel zu sein... Waehrend Svenja und ich noch Glucke hatten, haben wir (zum Glueck nur) 3 Lauseier auf Annas Kopf gefunden und die Kinder, von denen Manu es hat, kreigen es anscheinend auch nicht weg... Und dafuer, dass Svenja und ich keine Laeuse haben, ahben wir beide seltsame rote juckende Stellen am Kopf. Es ist aber schon besser geworden.

sehr toll:
Als ich letzten Samstag einen 16 jaehrigen Jungen mit ins nature reserve genommen habe, damit er mal endlich etwas rauskommt, hat ploetzlich meine Mama angerufen und mir erzaehlt, dass ich an der KathO Koeln fuer soziale Arbeit angenommen wurde. Das ist doch schon mal gut , oder ? =)

Das wars leider fuer heute. Also machts total gut. Ich komme schon ganz schoen bald zurueck! Ich freue mich auf euch!!!!!!!