Hallo ihr Lieben!
Eben ist mir aufgefallen, dass ich genau heute vor einem Monat los geflogen bin. (okay, da wir mitlerweile schon nach 12 haben, bin ich heute vor einem Monat angekommen)... echt seltsam. Wenn ich an meine Zeit in Südafrika denke (und es gab bis jetzt glaub ich keinen Tag, an dem ich es nicht getan habe) kommt es mir schon länger als einen Monat vor, dass ich im Durbanville Childrenshome gearbeitet und gelebt habe. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich schon wieder einen ganzen Monat hier bin, dass erscheint mir dann auch ziemlich unwahrscheinlich. Auf jeden Fall wurde ich am Flughafen sehr nett empfangen und hab mich dann auch total gefreut, als noch 2 gute Freundinnen vorbei gekommen sind und wir alle ein grosses Frühstück zusammen hatten. Mit Schwarzbrot! Ich weiss noch, dass ich sehr sehr froh war, dass meine zwei besten Freunde öfter bei mir bzw ich bei ihnen übernachtet haben. Es kommt mir nämlich so ungewohnt still und leer vor, abneds allein zu sein. Naja, Zuhause war ich von den 4 Wochen auch nur etwas mehr als eine. Nach 12 Tagen Zuhause bin ich nämlich für 5 Tage nach Paris gefahren um dort andere Südafrikafreiwillige zu treffen (2 Belgier, 3 Französinnen eine Österreicherin + Schwester und Svenja und ich aus Deutschland) Das war auch echt nett und mein erstes Mal Frankreich. Ein oder Zwei Tage später bin ich dann mit Lisa zu meiner Oma nach Schwaben gefahren und es war auch echt nett, einen Grossteil meiner Verwandtschaft wieder zu sehen =) Ausserdem haben Lisa und ich eine sehr anstrengende aber sehr schöne Radtour zum Bodensee und zurück gemacht.
Kurz nach dem Schwabenurlaub bin ich dann zu meinem Rückkehrerseminar von meiner Organisation (dem ICJA) in die Nähe von Erfurt gefahren. Dort war ich bis gestern und habe fleissig reflektiert. Leider waren wir nur 2 ´Südafrikaner´und haben nicht länderspezifisch gearbeitet. Trotzdem konnte ich einige gute Anregungen mitnehmen. Zum Beispiel haben wir viel über Migranten und Asyl in Deutschland und Entwicklungshilfe geredet und auch unseren Freiwilligendienst selbst kritisch beleuchtet. Wen diese wichtige Themen interessieren, gutes Filmaterial zu diesen Themen ist einmal http://globale-in-halle.de/leheim und
http://www.youtube.com/watch?v=1LQQ0be8q7w&feature=grec_index
... Auf jeden Fall bin ich gestern von diesem Seminar zurück gekehrt und morgen werd ich schon wieder verreisen. Diesesmal aber nur für 3 Tage und zwar werde ich mich in Belgien wieder mit ´Südafrikafreunden´treffen. Diesesmal ist es noch etwas ausgeweiteter, es ist noch eine andere Österreicherin (Valerie) dabei und statt Sevnaj sind diesesmal Marie, Manu und Tanja dabei, drei super nette Deutsche. Ich weiss auch selber, dass ich mal Zeit Zuhause verbringen sollte um erstmal richtig anzukommen, aber das werde ich bald auch machen. Ab dem 26. fängt ja sowieso schon mein Studium an. Deswegen bin ich auch schon ziemlich aufgeregt... Aber ich glaube, dass ich durch das Auslandsjahr trotzdem gelassener geworden bin. Deswegen sag ich mir, ich fang es mal an und freu mich auch schon drauf, falls ich aber merke, dass es doch nicht ´das Wahre ´ist, kann ich immer noch mit etwas Neuem anfangen...
Eben habe ich meinen Abschlussbericht beendet. Den kann ich gerne herum schicken. Falls ich irgendwen vergesse und ihr den 3Seitigen Bericht gerne lesen wollt, schickt mir bitte eine Mail an: sarah-amayi@web.de (Achtung, der Bericht ist in (einem einfachen) Englisch)
Mitlerweile bin ich auch schon wieder ans Deutsch sprechen gewöhnt aber am Anfang fand ich seltsam und auch fast nervig, dass jeeeeder hier nur die selbe Sprache spricht. Vor allem mit Kindern will ich manchmal versehnetlich noch Englisch sprechen. Immerhin habe ich ein paar Facebook- und Emailkontakte aus Südafrika, die meine Xhosa- und Afrikaanskenntnisse auf Trab halten. =) Ausserdem habe ich letztens auf dem Weg per Mitfahrgelegenheit zu meiner Freundin Manu im Auto einen Namibianer getroffen. Dass heisst, ich konnte mich auf Afrikaans mit ihm unterhalten. Meine Motivation, Sprachen zu lernen ist echt etwas, das ich meiner Zeit in Südafrika zu verdanken hab. Aber natürlich noch viel viel viel viel viel viel mehr! Zum Beispiel habe ich gesehen, wie ganz viele unterschiedlichen Menschen in einem Land zusammen leben und inwiefern die Folgen der Apartheid noch immer deutlich zu spüren sind. Ausserdem habe ich einfach viele Freunde gefunden, sowohl in Europa als auch in Afrika. Und durch meine Arbeit im Kinderheim habe ich garantiert gelernt, geduldiger, authoritäter, selbstbewusster, feinfühliger und selbstständiger zu sein. Ausserdem ist es mir viel wichtiger, meine Zeit sinvoll zu nutzen und ich möchte nicht mehr lange ausschlafen, so wie es vor dem Auslandsjahr ab und zu war. Und ich habe gelernt, Maisbrei cooksisters(furchtbar süss und fettig) zu kochen. Und ich habe einen Motorradführerschein, den ich aber noch nicht habe. Und noch noch viel mehr. Viele Dinge kann ich auch einfach nicht in Worte fassen oder ich kann mir vorstellen, dass ich einige Dinge auch erst nach und nach merke. Lest einfach meinen Abschlussbericht, ausserdem habe ich vor, euch, meine Spender und Freunde irgendwann in nächster Zeit einzuladen und Fotos zu zeigen und zu erzählen. Also, ihr werdet wieder von mir hören!
Bis dahin, Hambani kakuhle - Go well und einfach nur ein großes Danke an alle, die mir dieses Jahr ermöglicht haben! Ich würde es jeder Zeit wieder tun!
Hi!
AntwortenLöschenI see you're back in Germany allready. Just wondered if you managed to speak Portuguese in Mozambique ;)
Greetings from the Netherlands!
Jaap (the guy you met in the lodge in Jo'burg, trying to teach you some Portuguese ;) )
http://www.facebook.com/jaapkunst